Auch die Bereitschaft zum
Nabelbruch wird als erblich erachtet. Auch solche Hunde gehen nicht in
die Zucht. Nur selten ist der Nabelbruch allerdings so groß, dass er
operativ entfernt werden muss. Aber auch wenn dies der Fall ist, ist es
kein allzu großer Eingriff.
Patallaluxation (PL)
In den letzten Jahren fielen immer
mehr kleine Hunde mit einer Patallaluxation (PL) auf. Die bei großen
Rassen oft vorliegende Hüftdysplasie (HD) ist bei den Chihuahuas nur
ganz selten zu finden.
Bei der PL unterscheidet man einmal
die angeborene, die schon im frühen Welpenalter auftritt und in
insgesamt drei Grade aufgeteilt wird. Sie ist auf jeden Fall
zuchtausschließend und sollte auch bei einem Familienhund nicht
vorkommen.
Meist kann ein Hund damit allerdings
sehr alt werden, ohne größere Probleme zu bekommen. Ist die Luxation
allerdings so schlimm, dass die Kniescheibe herausspringt und nicht mehr
zurück (Grad III),
muss operiert werden.
Oft kommt es aber auch zu einer
vorübergehenden Luxation, wenn die Bänder im Kniegelenk zu locker sind.
Das kann passieren, wenn der Welpe und junge Hund überfordert werden,
sei es durch zu lange Spaziergänge oder zu heftiges Spielen.
Bis der junge Hund etwa 1 ½ Jahre
alt ist, sollte man zu große Belastung vermeiden.
Herzfehler:
Selten liegen erbliche Herzfehler
vor. Ältere Chihuahuas leiden aber – wie auch wir Menschen – öfters an
Herzschwäche und benötigen evtl. ab einem bestimmten Alter täglich ihre
Medikamente.
Kaufpreis:
Im Schnitt kostet ein junger,
gesunder und rassetypischer Chihuahua in unserem Zwinger ab 750,- €
(Rüden) und 900,- € (Hündinnen). Die Hunde sind regelmäßig entwurmt und
mindestens einmal geimpft. Auf Wunsch und gegen Aufpreis auch gechipt
(EU-Ausweis).
Welpen mit seltenen Farben (schoko,
husky, lilac od. blau, merle oder gestromt) kosten zwischen 1200,- und
2000,-
Da wir immer einen Teil viel
versprechender Welpen als Nachzucht behalten, geben wir gelegentlich
auch ausgewachsene Zuchthunde ab. Hier sind die Preise der Qualität
entsprechend VS.
Wir geben gelegentlich auch ältere
Hündinnen ab, die spätestens nach Vollendung des 8. Lj. aus der Zucht
genommen werden.
Manchmal scheiden Hündinnen auch schon
früher aus, z. B. wegen Problemen bei Trächtigkeit oder Geburt, wenn die
Nachzucht nicht überzeugt oder wenn wir merken, dass sich ein Hund in
der Meute nicht so wohl fühlt und lieber als Einzelhund gehalten werden
sollte.
Junghunde und Welpen mit nicht
gesundheitsbeeinträchtigenden "Fehlern" sind verhandelbar, die Kosten
liegen zwischen 300,- und 500,- €. Oft sind diese Tiere bereits
kastriert oder sterilisiert.
Rubrik "Abgabehunde".
Für wen eignen sich Chihuahuas?
Der Chi ist der ideale Begleiter auch
für ältere Hundefreunde, die sich den Umgang mit einem großen und damit
kräftigem Hund nicht mehr zutrauen, aber auf ihren Freund nicht
verzichten wollen.
Für Hundefreunde in engeren
Wohnverhältnissen.
Für größere verantwortungsvolle Kinder.
Nicht
geeignet
ist er für grobe und unsensible
Menschen und Kinder unter 8 Jahren.
Ganztätig
Berufstätige.
Erstere neigen dazu, den Chihuahua
durch ihre groben und aggressiven Spiele ebenfalls aggressiv zu machen.
Bei seinem hohen Temperament kann man ihn schon aufstacheln und wundert
sich dann, wenn er nach allem beißt, was ihm in die Quere kommt. Es ist
schon erstaunlich zu beobachten, wie ein 90 kg Mann mutiert, wenn er
einem freilaufenden Chi begegnet der es vielleicht wagt ihn anzubellen
(miauen kann er ja leider nicht!). Da wird gestampft, in die Hände
geklatscht, gegrunzt und gebellt. Und dann ist Mr. 90 kg stolz, wenn er
das böse 2 kg-Hündchen eingeschüchtert hat!
Eine amerikanische Autorin schrieb
einmal: Männer, die keine Probleme mit ihrer Sexualität haben, haben
auch keine Probleme mit kleinen Hunden!
Kleine Kinder können durch ihre
Tollpatschigkeit Chihuahuas und anderen kleinen Hunden sehr gefährlich
werden. Sie packen in der Regel noch recht hart zu, fallen schneller
einmal hin und lassen den Hund auch schnell einmal selbst fallen.
Meistens allerdings nicht oft, denn oft ist beim ersten Mal schon alles
erledigt!
Auch wir hatten kleine Kinder und
Chihuahuas. Es ist durchaus auch dies möglich, allerdings waren wir in
dieser Zeit äußerst aufmerksam und es herrschten strenge Regeln: Kein
Toben in der Wohnung und im Garten auch nur, wenn die Hunde nicht dort
waren. Keine Störungen beim Essen oder Schlafen. Kein Herumtragen der
kleinen Hunde, kein heftiges Knuddeln oder Spielen. Kleine Kinder
sollten immer am Boden sitzen und mit den Chihuahuas unter Aufsicht
spielen. Kinder müssen begreifen, dass ein
Chihuahua kein Spielzeug ist. Sind
Kinder erst einmal alt genug um den Chihuahua als Lebewesen zu begreifen
und zu behandeln, wird er ihnen ein treuer Freund sein.
Ernährung

Die Zeiten, in denen der Hund
ausschließlich von Küchenabfällen ernährt wurde sind lange vorbei. Auch
ist man nicht nur dann ein wahrer Hundefreund, wenn man täglich in der
Küche steht und seinen Liebling bekocht. Es gibt heute hervorragende
fertige Hundenahrung an deren
Ausgewogenheit, Verträglichkeit und Akzeptanz ein ganzes Forscherteam
arbeitet. Die Zeit und Mühe, die man beim Zubereiten von "Hausmannskost"
aufwenden muss, sollte man lieber seinem Hund in Form von Spielen,
Spazierengehen oder Knuddeln geben!
Bei der "Größe" eines Chihuahuas
spielen die Futterkosten die
geringste Rolle. Man sollte daher auf gute Qualität achten. Außerdem
sollte darauf Rücksicht genommen werden, dass kleine Hunde einen höheren
Stoffwechsel haben als große und daher der Energiegehalt des Futters
höher sein muss. Einige Hersteller von Trockenfutter produzieren daher
ein spezielles Futter für kleine Hunde oder speziell für Chihuahuas
(Royal canin)
Es gibt drei Hauptgruppen von
Fertigfutter: Trockenfutter, Halbtrockenfutter (z.B. Frolic) und
Nassfutter (Dose).
Halbtrockenfutter enthält sehr viel
Zucker und ist als Alleinfuttermittel daher nicht zu empfehlen.
Trockenfutter hat gegenüber der Dose viele Vorteile:
Es verdirbt nicht so schnell und zieht
keine Fliegen an, kann deshalb auch den ganzen Tag im Napf bleiben.
Chihuahuas fressen gerne mehrmals täglich kleine Portionen (mindestens
zwei!).-
Es verursacht nicht so viel
Verpackungsmüll.
Es reinigt die Zähne.
Es kann auf längeren Fahrten besser
mitgenommen und gefüttert werden.
Allerdings muss immer ausreichend
sauberes Trinkwasser bereitstehen.
Dosenfutter wird von
den meisten Hunden sehr gerne genommen. Hier gibt es aber große
Qualitätsunterschiede. Wenn schon Dose, sollte darin auch vor allem
Fleisch sein. Alles andere verursacht große stinkende "Haufen" und
kann dem Hund auch anders verabreicht werden: Trocknes Brot wird gerne
geknabbert, Karotten, Paprika, Äpfel, Reis, Nudeln, Kartoffeln... Das
brauche ich nicht teuer in Dosen zu kaufen. Es gibt Hunde, die lieben
Obst, andere werden es nie im anrühren. Einfach ausprobieren.
Absolut tabu für Hunde ist Schokolade, Zwiebeln, Weintrauben und
Rosinen. Diese Dinge sind nicht nur ungesund sondern giftig!!! Ebenso
sollten keine stark gewürzten Lebensmittel gegeben werden.
Ob man nun Abfälle aus der Küche geben will ist jedem selbst
überlassen. Unsere Bande liebt Hähnchenknorpel und -haut,
Fleischreste vom Mittagessen, Kartoffelbrei, Gemüse mit Soße,
übriggebliebenes Schulbrot, besonders mit Kalbsleberwurst, Käse, Quark,
Spaghetti mit Tomatensoße vom nicht aufgegessenen Kinderteller usw. Das
alles sind und bleiben nur Häppchen nebenher. Trocken- oder Dosenfutter
ist auch bei uns Hauptnahrung. Und die "Reste" teilen sich bei uns bis
zu 15 Hunden, also für jeden nur was für den hohlen Zahn! Eben das
"Sahneschnittchen" für den Hund!
Wichtig ist auch immer was zum Knabbern. Das ist gut für die
Zähne, gegen Langeweile und lenkt von Schuhen und Möbeln ab.
Hier schmeckt noch "Mamas Selbstgemachtes"

Für's
Jungvolk kann Trockenfutter auch mit heißem Wasser eingeweicht werden,
ein Stück Butter dazu und ein bißchen Kaffeesahne (12%). Bis alles schön
aufgequollen ist, ist es auch genügend abgekühlt.
Wie's im Leben so ist: die Pampe schmeckt später auch den
zahnlosen Senioren!