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Kaiserschnittgeburten:

Welpen aus Kaiserschnittgeburten werden von vielen Züchtern ungern zur Weiterzucht genommen. Man schließt eine erbliche Disposition von Geburtsschwierigkeiten nicht aus. Aber nicht immer ist eine Erbanlage schuld, wenn's mit den Babies nicht klappt. Es gibt vielerlei Gründe, die zu einem Kaiserschnitt führen können. Ich habe durchaus auch Hündinnen aus Kaiserschnittgeburten behalten und habe mit diesen Mädchen keine Probleme gehabt.

Nabelbruch:

Auch die Bereitschaft zum Nabelbruch wird als erblich erachtet. Auch solche Hunde gehen nicht in die Zucht. Nur selten ist der Nabelbruch allerdings so groß, dass er operativ entfernt werden muss. Aber auch wenn dies der Fall ist, ist es kein allzu großer Eingriff.

Patallaluxation (PL)

In den letzten Jahren fielen immer mehr kleine Hunde mit einer Patallaluxation (PL) auf. Die bei großen Rassen oft vorliegende Hüftdysplasie (HD) ist bei den Chihuahuas nur ganz selten zu finden.

Bei der PL unterscheidet man einmal die angeborene, die schon im frühen Welpenalter auftritt und in insgesamt drei Grade aufgeteilt wird. Sie ist auf jeden Fall zuchtausschließend und sollte auch bei einem Familienhund nicht vorkommen. Meist kann ein Hund damit allerdings sehr alt werden, ohne größere Probleme zu bekommen. Ist die Luxation allerdings so schlimm, dass die Kniescheibe herausspringt und nicht mehr zurück (Grad III), muss operiert werden. Oft kommt es aber auch zu einer vorübergehenden Luxation, wenn die Bänder im Kniegelenk zu locker sind. Das kann passieren, wenn der Welpe und junge Hund überfordert werden, sei es durch zu lange Spaziergänge oder zu heftiges Spielen.

Bis der junge Hund etwa 1 ½ Jahre alt ist, sollte man zu große Belastung vermeiden.

 Herzfehler:

Selten liegen erbliche Herzfehler vor. Ältere Chihuahuas leiden aber – wie auch wir Menschen – öfters an Herzschwäche und benötigen evtl. ab einem bestimmten Alter täglich ihre Medikamente.

Kaufpreis:

Im Schnitt kostet ein junger, gesunder und rassetypischer Chihuahua in unserem Zwinger ab 750,- € (Rüden) und 900,- € (Hündinnen). Die Hunde sind regelmäßig entwurmt und mindestens einmal geimpft. Auf Wunsch und gegen Aufpreis auch gechipt (EU-Ausweis). 

Welpen mit seltenen Farben (schoko, husky, lilac od. blau, merle oder gestromt) kosten zwischen 1200,- und 2000,-

Da wir immer einen Teil viel versprechender Welpen als Nachzucht behalten, geben wir gelegentlich auch ausgewachsene Zuchthunde ab. Hier sind die Preise der Qualität entsprechend VS.

Wir geben gelegentlich auch ältere Hündinnen ab, die spätestens nach Vollendung des 8. Lj. aus der Zucht genommen werden.

Manchmal scheiden Hündinnen auch schon früher aus, z. B. wegen Problemen bei Trächtigkeit oder Geburt, wenn die Nachzucht nicht überzeugt oder wenn wir merken, dass sich ein Hund in der Meute nicht so wohl fühlt und lieber als Einzelhund gehalten werden sollte.

Junghunde und Welpen mit nicht gesundheitsbeeinträchtigenden "Fehlern" sind verhandelbar, die Kosten liegen zwischen 300,- und 500,- €. Oft sind diese Tiere bereits kastriert oder sterilisiert.

Rubrik "Abgabehunde".

  Für wen eignen sich Chihuahuas?

Der Chi ist der ideale Begleiter auch für ältere Hundefreunde, die sich den Umgang mit einem großen und damit kräftigem Hund nicht mehr zutrauen, aber auf ihren Freund nicht verzichten wollen.

Für Hundefreunde in engeren Wohnverhältnissen.

Für größere verantwortungsvolle Kinder.

 Nicht geeignet

ist er für grobe und unsensible Menschen und Kinder unter 8 Jahren.

Ganztätig Berufstätige.

Erstere neigen dazu, den Chihuahua durch ihre groben und aggressiven Spiele ebenfalls aggressiv zu machen. Bei seinem hohen Temperament kann man ihn schon aufstacheln und wundert sich dann, wenn er nach allem beißt, was ihm in die Quere kommt. Es ist schon erstaunlich zu beobachten, wie ein 90 kg Mann mutiert, wenn er einem freilaufenden Chi begegnet der es vielleicht wagt ihn anzubellen (miauen kann er ja leider nicht!). Da wird gestampft, in die Hände geklatscht, gegrunzt und gebellt. Und dann ist Mr. 90 kg stolz, wenn er das böse 2 kg-Hündchen eingeschüchtert hat!

Eine amerikanische Autorin schrieb einmal: Männer, die keine Probleme mit ihrer Sexualität haben, haben auch keine Probleme mit kleinen Hunden!

Kleine Kinder können durch ihre Tollpatschigkeit Chihuahuas und anderen kleinen Hunden sehr gefährlich werden. Sie packen in der Regel noch recht hart zu, fallen schneller einmal hin und lassen den Hund auch schnell einmal selbst fallen. Meistens allerdings nicht oft, denn oft ist beim ersten Mal schon alles erledigt!

Auch wir hatten kleine Kinder und Chihuahuas. Es ist durchaus auch dies möglich, allerdings waren wir in dieser Zeit äußerst aufmerksam und es herrschten strenge Regeln: Kein Toben in der Wohnung und im Garten auch nur, wenn die Hunde nicht dort waren. Keine Störungen beim Essen oder Schlafen. Kein Herumtragen der kleinen Hunde, kein heftiges Knuddeln oder Spielen. Kleine Kinder sollten immer am Boden sitzen und mit den Chihuahuas unter Aufsicht spielen. Kinder müssen begreifen, dass ein Chihuahua kein Spielzeug ist. Sind Kinder erst einmal alt genug um den Chihuahua als Lebewesen zu begreifen und zu behandeln, wird er ihnen ein treuer Freund sein.
 

Ernährung

Die Zeiten, in denen der Hund ausschließlich von Küchenabfällen ernährt wurde sind lange vorbei. Auch ist man nicht nur dann ein wahrer Hundefreund, wenn man täglich in der Küche steht und seinen Liebling bekocht. Es gibt heute hervorragende fertige Hundenahrung an deren Ausgewogenheit, Verträglichkeit und Akzeptanz ein ganzes Forscherteam arbeitet. Die Zeit und Mühe, die man beim Zubereiten von "Hausmannskost" aufwenden muss, sollte man lieber seinem Hund in Form von Spielen, Spazierengehen oder Knuddeln geben!

Bei der "Größe" eines Chihuahuas spielen die Futterkosten die geringste Rolle. Man sollte daher auf gute Qualität achten. Außerdem sollte darauf Rücksicht genommen werden, dass kleine Hunde einen höheren Stoffwechsel haben als große und daher der Energiegehalt des Futters höher sein muss. Einige Hersteller von Trockenfutter produzieren daher ein spezielles Futter für kleine Hunde oder speziell für Chihuahuas (Royal canin)
 

Es gibt drei Hauptgruppen von Fertigfutter: Trockenfutter, Halbtrockenfutter (z.B. Frolic) und Nassfutter (Dose).

Halbtrockenfutter enthält sehr viel Zucker und ist als Alleinfuttermittel daher nicht zu empfehlen.

Trockenfutter hat gegenüber der Dose viele Vorteile:

Es verdirbt nicht so schnell und zieht keine Fliegen an, kann deshalb auch den ganzen Tag im Napf bleiben. Chihuahuas fressen gerne mehrmals täglich kleine Portionen (mindestens zwei!).-

Es verursacht nicht so viel Verpackungsmüll.

Es reinigt die Zähne.

Es kann auf längeren Fahrten besser mitgenommen und gefüttert werden.

Allerdings muss immer ausreichend sauberes Trinkwasser bereitstehen.

 

Dosenfutter wird von den meisten Hunden sehr gerne genommen. Hier gibt es aber große Qualitätsunterschiede. Wenn schon Dose, sollte darin auch vor allem Fleisch  sein. Alles andere verursacht große stinkende "Haufen"  und kann dem Hund auch anders verabreicht werden: Trocknes Brot wird gerne geknabbert, Karotten, Paprika, Äpfel, Reis, Nudeln, Kartoffeln... Das brauche ich nicht teuer in Dosen zu kaufen. Es gibt Hunde, die lieben Obst, andere werden es nie im  anrühren. Einfach ausprobieren.

Absolut tabu für Hunde ist Schokolade, Zwiebeln, Weintrauben und Rosinen. Diese Dinge sind nicht nur ungesund sondern giftig!!! Ebenso sollten keine stark gewürzten Lebensmittel gegeben werden.
 

Ob man nun Abfälle aus der Küche geben will ist jedem selbst überlassen. Unsere Bande liebt Hähnchenknorpel und -haut, Fleischreste vom Mittagessen, Kartoffelbrei, Gemüse mit Soße, übriggebliebenes Schulbrot, besonders mit Kalbsleberwurst, Käse, Quark, Spaghetti mit Tomatensoße vom nicht aufgegessenen Kinderteller usw. Das alles sind und bleiben nur Häppchen nebenher. Trocken- oder Dosenfutter ist auch bei uns Hauptnahrung. Und die "Reste" teilen sich bei uns bis zu 15 Hunden, also für jeden nur was für den hohlen Zahn! Eben das "Sahneschnittchen" für den Hund!

Wichtig ist auch immer was zum Knabbern. Das ist gut für die Zähne, gegen Langeweile und lenkt von Schuhen und Möbeln ab.

 Hier schmeckt noch "Mamas Selbstgemachtes"

 Für's Jungvolk kann Trockenfutter auch mit heißem Wasser eingeweicht werden, ein Stück Butter dazu und ein bißchen Kaffeesahne (12%). Bis alles schön aufgequollen ist, ist es auch genügend abgekühlt.

Wie's im Leben so ist: die Pampe schmeckt später auch den zahnlosen Senioren!